“Ich bin mir sicher, dass Kreuzfahrtschiffe in ein bis zwei Monaten wieder fahren.”
Das höre ich mich noch Mitte März in der Karibik sagen. Ich war für einen Einsatz als Lektorin auf der Mein Schiff 2. Kurz zuvor hatten die karibischen Inseln nach und nach ihre Häfen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen. Einzig der Hafen von Bridgetown/ Barbados war noch offen. Dementsprechend viel war dort los.

Wenige Tage später saß ich in einem “Evakuierungsflieger” in Richtung Frankfurt. Eigentlich schade, denn an Bord ging es uns prima! Wer wusste schon, was einen zu Hause erwarten würde?
Mittlerweile sind über drei Monate vergangen. Hochseeschiffe fahren immer noch nicht. Und die Bundesregierung beharrt weiterhin darauf, “dringend” von einer “Kreuzfahrt abzuraten”. Dabei gibt es vermutlich wenige Orte, an denen schon lange vor Corona so sehr auf Hygiene geachtet wurde wie an Bord der Schiffe von AIDA, TUI, arosa und Hapag Lloyd.
Aber bekanntlich hat alles etwas Gutes. Nie war ich innerhalb der letzten zehn Jahre so lange an Land. Zum ersten Mal seit Jahren gedeihen auf meinem Balkon prächtige Geranien. Zum ersten Mal seit Jahren backe ich sonntags Käse- oder Apfelkuchen. Und meine Heimat kenne ich bald so gut wie Bergen, Ålesund und Reykjavík!

Schließlich habe ich auch endlich das Hörbuch aufgenommen, das mir schon lange im Kopf herumschwirrte. Gemeinsam mit meinem Kollegen David Homeier bin ich auf eine virtuelle Norwegenkreuzfahrt gegangen. Dabei herausgekommen ist “Die Welt mit Silvia Sonntag – Kreuzfahrt Norwegen”. Mit dem zweiten Hörbuch haben wir bereits begonnen.
Soviel Freude mir das bereitet, kann ich es kaum erwarten, dass das Typhon wieder ertönt und wir endlich wieder auf Fahrt gehen können! Ich denke, da bin ich nicht die Einzige.
2 comments
Great !
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